FINISSAGE DO 6. SEPTEMBER 17-19 UHR

 

CoBrA - SPUR - WIR - GEFLECHT - KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE
Donnerstag 17 Mai
 an  b e i d e n  Adressen:
18 - 20 Uhr Theresienstraße 19 / Eingang Fürstenstraße
21 - 23 Uhr Türkenstraße 96 Rgb

Kataloge liegen auf, sind  jedoch nur bedingt verkäuflich.
Ebenso bitten wir um Verzeihung, daß einige der wegen Vollständigkeit gezeigten Exponate nicht verkäuflich sind und aus privaten Sammlungen freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurden.
Wir danken Christel Fischer, Margit Heller, Anne Köhler, Monika Prem, Katharina Rieger, Katharina Sturm, Marie Jose'van de Loo und Thomas Niggl für ihre Leihgaben.
 GALERIE KLAUS LEA  Türkenstraße 96 R  80799 München

T 089 2724179 klaus.lea@arcor.de
Offen: Fürstenstr.: Di-Fr 14-19 U / Sa 12-15 U
UND NACH Vereinbarung
D a u e r  d e r  A u s s t e l l u n g :
F ü r s t e n s t r a s s e / bis 6. SEPTEMBER 2018

 

 

 

1983 entschlossen sich die Münchner Malerinnen, Maler und Bildhauer der Gruppen SPUR, WIR, SPUR/WIR, GEFLECHT und KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE zu einer chronologischen Darstellung ihrer Gruppen-Bildungen, -Resultate und -Erfahrungen.
Um das, was oft spontan und kopfüber entstanden war, einmal überschaubar zu machen, wurden eine Ausstellung und ein Katalog vereinbart. Alle Beteiligten hielten es für opportun, die international zusammen gestellte Gruppe CoBrA mit einzubeziehen, da durch den dänischen Maler Anger Jorn mittels der Galerie van de Loo starke Wechselbeziehungen zu deren Mitgliedern entstanden waren. Die Jahre des Aufbruchs von 1957 bis 1968 wurden hiermit und folgerichtig besonders beleuchtet.
Es muß an dieser Stelle auf diverse Kataloge und umfangreiches Informationsmaterial hingewiesen werden.

Charakteristisch für die Kunstschaffenden der Nachkriegszeit war ein zwiefach starkes Engagement: einmal mit politischem Bezug auf die Verbrechen der Nazizeit und ihrer zögerlichen Aufarbeitung und zweitens in Bezug auf die verpaßten Entwicklungen
in der internationalen Kunst seit der Moderne (die doch in Deutschland durch
DIE BRÜCKE und DER BLAUE REITER initiiert worden war), von der die Deutschen auch noch zehn Jahre nach der Diktatur, bis etwa zur ersten Dokumenta, weitgehend abgetrennt worden waren.
Ohne Furcht, keine Probleme scheuend, strebte man voran, politische Grenzen zu sprengen und geistige Fesseln abzuwerfen. Man nahm sich, oder besser  e r f a n d  sich
Freiheit, wo keine war. Die Freiheit der Kunst ging der Freiheit der bis dahin unterentwickelten Demokratie voraus. Etwas Neues bewegte sich.
Und eben hier und heute, wenn auch in anderer Form, sehen wir analog die Notwendigkeit, neue Bewegung in das erstarrende Denken fließen zu lassen.

K.L.